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Breitensport

Der Breitensport nimmt einen sehr wichtigen Platz in den Aktivitäten des Kreisverbandes ein. 

An dieser Stelle wollen wir Sie über aktuelles rund um den Breitensport informieren. 

Neues Reitwegerecht NRW ab 1. Januar 2018

In der WAZ vom 22.12.2017 wurde der folgende Artikel zum neuen Reitwegerecht in NRW veröffentlicht:

https://www.waz.de/staedte/muelheim/reiter-duerfen-bald-mehr-waldwege-in-muelheim-nutzen-id212920973.html

Und hier der Text als Kopie aus der WAZ vom 22.12.2017: 

Mehr Wege für Reiter und ihre Pferde eröffnet das Landesnaturschutzgesetz NRW, das ab 1. Januar 2018 das Reiten im Wald neu regelt. Während das Reiten in der freien Landschaft schon zuvor auf allen öffentlichen und privaten Straßen und Wegen gestattet war, ist das künftig auch im Wald erlaubt: Das Gesetz wurde entsprechend angepasst.

Bis zum 31. Dezember gilt noch das alte Gesetz, welches das Reiten im Wald nur auf gesondert ausgewiesenen Reitwegen gestattet. Auf allen übrigen Wegen war das Reiten untersagt, hier musste der Reiter im Zweifel absteigen und sein Pferd führen – „wenn der Reiter sein Pferd führt, gilt er als Fußgänger“, erläutert Dr. Jürgen Zentgraf, der Leiter des Mülheimer Umweltamtes. Ab dem 1. Januar 2018 dürfen Reiter auch private Fahrwege oder naturfeste Wirtschaftswege im Wald nutzen.

Ausnahmen gibt es weiterhin

Es sei denn, das Reiten ist dort verboten – dann bleibt das natürlich auch nach dem 1. Januar 2018 so. Wege, die nur für Fußgänger (mit einem blauen Schild) gekennzeichnet sind, bleiben ebenfalls für Reiter tabu. Umgekehrt gilt das auch für ausgewiesene Reitwege: Dort haben Fußgänger oder Radfahrer nichts zu suchen. Für die Kommunen gilt jedoch, dass sie steuernd eingreifen können, falls es im nächsten Jahr Nutzungskonflikte geben sollte – zwischen Reitern und Fußgängern, Hundehaltern, Radfahrern. „Die Stadt kann das Reiten insgesamt oder in Teilbereichen einschränken“, so Zentgraf.

Damit meint der Leiter des Umweltsamtes Bereiche mit hohem Erholungsdruck, die stark frequentiert sind. „Die meisten Kreise und kreisfreien Städte wollen aber erst einmal abwarten, wie sich die neue Regelung entwickelt, bevor man restriktiv eingreift“, erklärt Zentgraf.

Großteil des Waldes ist in städtischem Besitz

So ist das auch in Mülheim. Zentgraf verweist auf das ausgebaute Reitwegenetz, dass ja dazu diene „dass die Reiter ihre Ruhe haben“. Der Großteil des Waldes auf Mülheimer Stadtgebiet ist in städtischem Besitz – von 1600 Hektar sind ca. 1000 ha städtisch – , und Zentgraf sieht derzeit nicht, „dass es vermehrt zur Nutzungserhöhung auf Waldwegen kommt“. Doch man müsse erst einmal abwarten. Sollte es etwa unerwartet zehnmal so viele Beschwerden geben, wird sich die Stadt etwas überlegen müssen. „Ich denke, man muss das erst einmal abwarten, bevor man die ordnungsrechtliche Karte zieht“, betont Zentgraf.

Die Reiter begrüßen die neue Regelung, die ihnen zusätzliche Wege und neue Querungen ermöglicht. „Wir hoffen, dass viele Wege nun auch für uns geöffnet werden“, sagt Annette Berger, die im Kreisverband (KV) der Pferdesportvereine Mülheim/Oberhausen für den Breitensport zuständig ist. „Mit 52,5 Kilometern Reitwegen sind wir in Mülheim aber schon gut aufgestellt, das ist eine ordentliche Strecke“, sagt sie und betont: Die Reiter hätten großes Interesse an einem rücksichtsvollen, freundlichen Miteinander aller Erholungssuchenden.

Wunsch: Eine Querungshilfe an der Aktienstraße

Natürlich komme es auch in Mülheim vor, dass Spaziergänger oder Mountainbikefahrer auf dem Reitweg angetroffen werden. Der Hinweis auf den Sonderweg werde nicht immer verständnisvoll aufgenommen, sagt Annette Berger. Dabei ist es, etwa für Fußgänger wie Jogger, nicht ungefährlich, wenn sich ein Reiter im Galopp nähert, der ja nicht damit rechnen muss, auf Passanten zu stoßen: „Im dritten Gang ist der Bremsweg nicht so schnell erreicht“, erklärt Berger.

Wenn Reiter sich etwas wünschen könnten, dann wäre etwa in Winkhausen an der Hansbergstraße eine Querungshilfe über die Aktienstraße in Richtung Dümpten hilfreich: „Da gab es vor 20, 25 Jahren mal eine Verbindung – heute ist das viel zu gefährlich“, sagt Annette Berger.

Über 700 REITPLAKETTEN PRO JAHR

- Reiter im öffentlichen Raum müssen eine gelbe Reitplakette am Zaumzeug haben – auch, wenn sie das Pferd nur führen. Daran erinnert Annette Berger vom Kreisverband der Reitvereine. Sie beklagt, dass immer mehr Mülheimer Reiter auf den Kauf der Plakette verzichten.

- Die gelbe Reitplakette ist eine Art Kennzeichen für Pferde. Der Aufkleber kostet in NRW 30,40 Euro pro Jahr, für die Plakette kommen noch 8 Euro hinzu. In Mülheim werden pro Jahr etwa 700 Aufkleber verkauft, so die Stadt. Dass es mal über 750 waren, weiß Annette Berger.

- Die zweckgebundene Gebühr kommt den Reitwegen zugute. Das Geld fließt an das Land; die Städte können dann Gelder für Reparatur und Ausbau der Reitwege anfordern.

(Bettina Kutzner, WAZ)

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Das Reitwegerecht in NRW angepasst und die neuen Regeln finden sie als Download in dem folgenden Artikel:

 

 

Neues Reitrecht in NRWDownload

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